Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die SPD-Stadtratsfraktion stellt zur Stadtratssitzung am 11.12.2025 folgende
Anfrage:
Am 5. April 2025 beantragten die ErinnerungsWerkstatt und die Stolpersteininitiative die Anbringung bzw. Verlegung eines dezentralen Erinnerungszeichens für Irma Lichtenauer, geb. Hummel, in der Konrad-Adenauer-Allee 45. Gemäß Ziffer 6 des Augsburger Wegs beriet der Fachbeirat am 24.7. über den Antrag und befürwortete ihn einstimmig. Aus welchem Grund wurde dieser Antrag bisher noch nicht im Stadtrat behandelt und wann ist eine Behandlung im Stadtrat geplant?
Begründung:
Irma Lichtenauer, geb. Hummel, war die einzige Augsburger Auschwitz-Überlebende. Vor diesem besonderen Hintergrund hat der Ständige Fachbeirat bereits im Juli einstimmig empfohlen, trotz Abweichung vom in Ziffer 5 des Augsburger Wegs definierten Opferbegriff ein Erinnerungszeichen für sie zuzulassen. Das Verfahren ist in Ziffer 6 des Augsburger Wegs geregelt. Es ist für uns nicht ersichtlich, welche Gründe einer Entscheidung im Stadtrat bisher im Weg standen.
Mit freundlichen Grüßen