Neue Stadtregierung arbeitet mit Nachdruck an neuen Perspektiven
Das Staatstheater Augsburg hat klargestellt: 2027 wird es keine große Produktion unter freiem Himmel geben. Grund dafür sind die Versäumnisse der Vergangenheit unter der früheren schwarz-grünen Stadtregierung – insbesondere im Zusammenspiel mit den langen Planungszeiträumen, die das Staatstheater für große Inszenierungen benötigt.
Anfang 2026 wurde öffentlich, dass die Freilichtbühne am Roten Tor aus statischen Gründen nicht mehr bespielt werden kann. Notwendige Prüfungen und Sanierungen wurden über Jahre nicht konsequent vorangetrieben. Als Reaktion darauf wurde für die Spielzeit 2026 eine Spielstätte unter freiem Himmel auf dem Gaswerk-Areal angemietet. Diese war von Beginn an nur als kurzfristige Übergangslösung vorgesehen. Eine rechtzeitige Vorsorge hinsichtlich eines geeigneten Ersatzstandorts für die Planung großer Produktionen ist ausgeblieben.
Der Ausfall einer großen Sommerproduktion im Jahr 2027 ist auf die Versäumnisse des ehemaligen Kulturreferenten zurückzuführen. Fraktionsvorsitzende Lara Hammer: „Die Situation macht erneut deutlich, dass zentrale Themen von der früheren Stadtregierung nicht rechtzeitig vorbereitet wurden – und zugleich wird die Besetzung des Kulturreferats aktuell weiterhin sinnlos blockiert.“
Sieglinde Wisniewski, die bereits in der letzten Ratsperiode dem Kulturausschuss angehörte: „Wer notwendige Maßnahmen immer wieder aufschiebt, ist verantwortlich dafür, dass zentrale kulturelle Infrastruktur wie die Freilichtbühne 2027 nicht mehr zur Verfügung steht.“
Gleichzeitig gilt: 2027 wird es kleinere Veranstaltungen unter freiem Himmel geben. „Unser Dank gilt dem Staatstheater, das unter schwierigen Bedingungen flexible Lösungen ermöglicht“, so Fraktionsvorsitzende Lara Hammer. „Entscheidend ist, dass jetzt die richtigen Lehren gezogen werden. Wir brauchen wieder verlässliche Voraussetzungen für große Produktionen auf einer Freilichtbühne.“
Lara Hammer: „Oberbürgermeister Dr. Florian Freund hat dafür die notwendigen Schritte eingeleitet und trifft die entsprechenden Vorkehrungen.“
F.d.R.
Dr. Christian Gerlinger
Fraktionsgeschäftsführer