Römermuseum wackelt, Neubau-Finanzierung Uniklinik in der Schwebe: SPD-Fraktion sieht Meldungen aus der Landesregierung mit Sorge

Die Augsburger SPD-Fraktion sieht die jüngsten Meldungen aus der Landesregierung mit Sorge. Nach Medienberichten vom Wochenende ist die Finanzierung des Neubaus der Uniklinik unsicher, nun kommt heraus, dass die Landesausstellung zur Römischen Geschichte, die ursprünglich als Zwischenschritt zum Römischen Museum in Augsburg gedacht war, sich um mehrere Jahre verschiebt.

Stadträtin Sieglinde Wisniewski erklärt:

„Die schlechten Nachrichten für Augsburg reißen nicht ab. Während sich die Stadtregierung für ein paar Hüpfinseln in der Innenstadt feiert, reißen die großen Linien erkennbar weiter ein – und die Augsburger CSU sitzt wie einst in den 90er Jahren wieder im Zuschauersitz der Landespolitik. Auch Eva Webers Draht nach München leidet offenbar unter Funkunterbrechung. Neben Theaterdesaster, Schuldebakel und Hauptbahnhoffiasko drohen neue schwarze Wolken über wichtigen Zukunftsprojekten für Augsburg.“

Christine Wilholm, kulturpolitische Sprecherin der Fraktion, betont:

„Auch, wenn eilig beteuert wird, dass das Römische Museum in Augsburg nicht in Gefahr sein soll, machen wir uns Sorgen, dass Augsburg angesichts der Sparpolitik der Landesregierung wieder einmal leer ausgeht. Augsburg braucht das Römermuseum, um diesen Teil unseres historischen Erbes endlich angemessen zu präsentieren. Die Diskussionen der vergangenen Tage zeigen, wie schon so oft, dass wir uns nicht darauf verlassen können, dass die Augsburger CSU in München schon alles richtet.“

Lara Hammer, stellvertretende Vorsitzende der Augsburger SPD, schlägt in die gleiche Kerbe:

„Eine Stadtregierung, die wichtige Nachrichten von Seiten der Landesregierung erst aus der Presse erfährt, hat offensichtlich keinen guten Draht nach München. Wir brauchen eine Stadtregierung, die sich auf die Hinterbeine stellt und sich dafür einsetzt, dass vom Freistaat ausreichend Geld nach Augsburg kommt, sowohl für die Uniklinik als auch für das Römermuseum. Aus anderen Städten, egal unter welcher politischen Führung, sehen wir: Finanzmittel werden in Bayern dorthin vergeben, wo gute Ideen sind. Unter Wengert und Gribl war Augsburg vorne dabei. Unter der aktuellen OB ist dieser Politikstil komplett verloren gegangen“.

F.d.R.

Lina Werlich

Stellv. Fraktionsgeschäftsführerin

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