Die SPD-Fraktion hat beantragt, dass die Stadt sich dafür einsetzt, das Projekt „Wohnen für Hilfe“ auch in Augsburg umzusetzen. „Wohnen für Hilfe“ ist ein Projekt, das in mehreren deutschen Städten von unterschiedlichen Trägern angeboten wird. Dabei wohnen Studierende für eine geringe Miete bei Seniorinnen bzw. Senioren und unterstützen diese als Ausgleich bei im Alltag anfallenden Arbeiten, z.B. Putzen, Einkaufen oder die Begleitung zu Arztbesuchen. Pflegerische Leistungen sind ausgeschlossen.
Dr. Florian Freund, Fraktionsvorsitzender, dazu:
„Das Projekt “Wohnen für Hilfe“ läuft bereits in mehreren Städten gut. Es wäre auch in Augsburg sehr unterstützenswert – die Stadt sollte dabei auf das Studierendenwerk und mögliche gemeinnützige Träger zugehen, um das Projekt gemeinsam in Augsburg zu etablieren. Es braucht dafür eine Vermittlungsstelle, die alle Parteien prüft und bei Konflikten ansprechbar ist.“
Gregor Lang, baupolitischer Sprecher, erklärt:
„‘Wohnen für Hilfe‘ ist nur ein kleiner Baustein und wird das Wohnungsproblem in Augsburg nicht lösen, trotzdem ist es ein wichtiges Projekt, um Studierenden bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen. Gerade sie tun sich am Wohnungsmarkt besonders schwer.“
Sieglinde Wisniewski, die die SPD-Fraktion im Seniorenbeirat vertritt, ergänzt:
„Auch für die Seniorinnen und Senioren in Augsburg wäre ‚Wohnen für Hilfe‘ eine Bereicherung. Vielen von ihnen fehlt eine ausreichende Unterstützung bei alltäglichen Haushaltstätigkeiten, Angehörige sind nicht bei allen vorhanden und kommen schnell an ihre Grenzen. Die Studierenden könnten da eine echte Hilfe sein. Außerdem sind viele Seniorinnen und Senioren von Einsamkeit betroffen – auch dem könnte so entgegengewirkt werden. Aufpassen muss man nur, dass das Projekt ordentlich betreut wird, denn es ist eine große Hürde, mit jemand anfangs Fremden die Wohnung zu teilen.“
F.d.R.
Lina Werlich
Stellv. Fraktionsgeschäftsführerin