Staatstheater Kosten laufen völlig aus dem Ruder

4.7.2024
AugsburgInnenstadt

Die neuen Berechnungen für die Sanierung des Staatstheaters sorgen bei der SPD-Stadtratsfraktion für großen Unmut.

Gregor Lang, baupolitischer Sprecher der Fraktion:

„Es ist das eingetreten, was wir immer befürchtet haben. Die schwarz-grüne Regierung hat den Überblick über die Sanierung des Staatstheaters schon lange verloren. Die SPD-Fraktion hat bereits bei den ersten Planungen zur Sanierung davor gewarnt, dass die Kosten ins Utopische steigen werden, wenn an den Planungen festgehalten wird. Die von der OB und ihrer schwarz-grünen Koalition durchgedrückte Sanierung wird zum unkalkulierbaren Kostenrisiko. Die jetzigen Kostensteigerungen von 340 Millionen Euro auf 416 Millionen Euro sind eine Bruchlandung der schwarz-grünen Stadtregierung. Zumal durch die erneute Zeitverzögerung von weiteren Baukostensteigerungen auszugehen ist und die Sanierung zu einem fortwährenden Risiko wird.“

Christine Wilholm, kulturpolitische Sprecherin, betont:

„Die SPD steht zur Theatersanierung und zum Staatstheater. Das ist eine große Chance für den Kulturstandort und die großartige Arbeit des Intendanten und seines Teams. Wir haben uns immer für den Erhalt des Theaters (Bauteil1) am Kennedyplatz ausgesprochen und gefordert den Neubau (Bauteil 2) auf dem Gaswerkareal dauerhaft zu lassen. Man muss dabei nämlich berücksichtigen, dass für die Ersatzspielstätte auf dem Gaswerkareal bereits ebenfalls 50 Millionen Euro investiert wurden. Statt rechtzeitig umzuplanen hat uns diese Stadtregierung immer weiter in die Kostenfalle geführt. Die Uneinsichtigkeit der schwarz-grünen Regierung bringt den ganzen städtischen Haushalt erneut ins Wanken. Dies haben sie letztendlich auch zu vertreten.“

Gregor Lang weiter:

„Angesichts der jetzt geschätzten Kostensteigerung von sage und schreibe 76 Millionen Euro ist zu befürchten, dass andere wichtige Projekte auf den sankt Nimmerleinstag verschoben werden. Es ist auch noch überhaupt nicht klar, ob der Freistaat erneut die enorme Kostensteigerung mittragen bzw. entsprechend fördern wird. Dass wir jetzt wieder eine Stadtregierung erleben, die achselzuckend dasteht und sagt: „kann man nichts machen“ ist ein Armutszeugnis.

Fakt ist, dass die Kosten bei der Sanierung des Staatstheaters komplett aus dem Ruder gelaufen sind. Die Sanierung des Staatstheaters mit den enormen Kostensteigungen zeigen wieder einmal erneut, dass die schwarz-grüne Stadtregierung auf Kosten des Steuerzahlers und anderer wichtiger Projekte ihre Prestigeprojekte durchsetzen will. Von einer vernünftigen und verlässlichen Stadtpolitik ist die amtierende Stadtregierung meilenweit entfernt.“

F.d.R.

Michael Egger

Fraktionsgeschäftsführer

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