Neben der Stellplatzsatzung soll in der Stadtratssitzung am 31.07.2025 auch eine neue Spielplatzsatzung beschlossen werden. Die SPD-Fraktion lehnt diese als unpraktikabel und am Bedarf vorbei ab.
Dr. Florian Freund, Fraktionsvorsitzender:
„Unsere Stadt braucht dringend mehr Spielplätze! Die jetzt von der Stadtregierung auf den Weg gebrachte Spielplatzsatzung, die pauschal zum Bau von kleinen Spielplätzchen verpflichtet, ist jedoch nicht der richtige Weg.
Die Spielplatzsatzung geht am Bedarf vorbei und schafft Bürokratie, die vor allem eins bewirkt: Bauen wird teurer und damit letztendlich auch die Mieten. Was wir stattdessen dringend brauchen, sind innovative Ideen, um gerade in bereits dicht bebauten Stadtteilen dringend benötigte Spielflächen zu schaffen. Hier hat die geplante Spielplatzsatzung fast gar keine Auswirkungen.“
Auch Gregor Lang, baupolitischer Sprecher, ist überzeugt:
„Ein Spielplatz, der nur ein Häkchen auf einer Liste ist, aber am Ende nicht genutzt wird, ist verschwendetes Geld. Wir sollten stattdessen zum Beispiel über eine Abgabe nachdenken, die der Stadt ermöglicht, in den Quartieren mehr größere, öffentlich zugängliche Spielplätze zu bauen und nicht lieblos eine Rutsche und einen Sandkasten pro sechs Wohnungen. Wir stimmen deswegen gegen die Spielplatzsatzung und sprechen uns gleichzeitig für ein Modell aus, das gute, wohnortnahe Quartiersspielplätze schafft.“
F.d.R.
Lina Straßer
Stellv. Fraktionsgeschäftsführerin