Die überraschende Schließung der Freilichtbühne reiht sich für Florian Freund und die SPD-Fraktion ein in eine unerfreuliche Serie des schlechten Managements der Stadtregierung. Freund betont, dass jetzt vor allem eine schnelle und gute Lösung für die bereits geplante Spielzeit 2026 gefunden werden muss. Diese soll in oder nahe der Innenstadt sein.
Dirk Wurm, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender der Augsburger SPD, kritisiert die Stadtregierung:
„Seit mehreren Jahren wissen wir um den Sanierungsbedarf der Freilichtbühne. Letzten Sommer hat sich dann abgezeichnet, dass dieser größer ausfällt. Offensichtlich war die Stadtregierung untätig, wenn sie jetzt von dem Ergebnis der neuesten Untersuchung überrascht ist. Es kann doch nicht sein, dass trotz aller bekannten Fakten dem Staatstheater zuerst eine Spielzeit 2026 in Aussicht gestellt wird, nur um die Bühne dann doch zu sperren.“
Schuldzuweisungen helfen dem Theater aber nicht, Florian Freund möchte sich daher darauf konzentrieren, eine gute Alternative für die bereits geplanten Veranstaltungen auf der Freilichtbühne zu finden. Er betont:
„Die Freilichtbühne lebt vom Flair der Anlage selbst, aber eben auch von der zentralen Lage. Die Verlagerung auf das Gaswerk-Areal ist daher keine gute Alternative. Sie hätte eine Alternative sein können, wenn die Stadtregierung den von uns vorgeschlagenen Weg, dort die zweite Spielstätte dauerhaft zu etablieren, beschritten hätte und entsprechend investiert hätte. So, wie es jetzt ist, sehe ich nicht, dass eine Verlagerung aufs Gaswerk-Areal zu einem großen Erfolg führt. Ausbleibende Zuschauer bedeuten aber auch gravierende Einnahmenausfälle für das Staatstheater.“
Freund schlägt als Lösung eine innenstadtnahe Alternative vor:
„Es gibt eine ganze Reihe an Möglichkeiten, die wir prüfen sollten, bevor wir uns auf das Gaswerk festlegen, z.B. die Fuggerpromenade, den Rathausplatz oder den Fronhof. Die Stadt muss in enger Abstimmung mit dem Staatstheater klären, welche dieser Möglichkeiten am besten ist. Dabei sollten wir auch das Theaterviertel mitdenken. Mit Mut können wir die Schließung der Freilichtbühne sogar als Chance nutzen, um nicht nur die Einnahmen des Theaters zu sichern, sondern etwas einmaliges für die Augsburger Innenstadt zu schaffen.“
F.d.R.
Lina Werlich
Stellv. Fraktionsgeschäftsführerin