SPD-Fraktion fordert Bericht zum Allgemeinen Sozialdienst – Versorgungslücke muss endlich geschlossen werden

Die SPD-Fraktion fordert einen Sachstandsbericht zur beschlossenen Prüfung der Einrichtung eines Allgemeinen Sozialdienstes in Augsburg. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion für die nächste Sitzung des Jugend-, Sozial- und Wohnungsausschusses (JSWA) beziehungsweise für die kommende Stadtratssitzung gestellt.

Den Ausschussmitgliedern Jutta Fiener und Dr. Stefan Kiefer zufolge warte der JSWA bereits seit 2024 auf einen angekündigten Bericht.

„Seit Oktober 2024 bitten wir den zuständigen Sozialreferenten um einen Sachstandsbericht. Seit Oktober 2024 wurde uns in jedem JSWA zugesagt, dass ein Bericht im nächsten Ausschuss kommt,“ erklärt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin Jutta Fiener.

Stadtrat Dr. Stefan Kiefer ergänzt:

„Wir haben im Oktober 2020 die Einrichtung eines Allgemeinen Sozialdienstes beantragt, um die Versorgungslücke unserer Augsburger Bürgerinnen und Bürger zwischen dem 27. und dem 63. Lebensjahr zu schließen. Nach einem längeren Prozess wurde 2022 einstimmig im JSWA beschlossen, eine Projektstelle zur Bedarfserhebung und Konzeptionierung eines Allgemeinen Sozialdienstes zu schaffen. Diese Projektstelle wurde geschaffen und hat gearbeitet. Einen Abschlussbericht haben wir bislang aber nicht erhalten.“

Jutta Fiener betont die Wichtigkeit des Themas:

„Die Belastung bei den Beratungsangeboten der freien und kirchlichen Trägern wächst immer weiter, ihre Einnahmen, zum Beispiel durch die Kirchensteuer, sinken, gleichzeitig sehen sie sich mit immer komplexeren Problemlagen konfrontiert. Es geht z.B. um Suchtprobleme, drohenden Wohnungsverlust, psychische Belastungen und vieles mehr, häufig in Kombination. Die Stadt Augsburg darf die freien Träger nicht länger allein lassen, wir brauchen endlich einen Allgemeinen Sozialdienst.“

Fraktionsvorsitzender Dr. Florian Freund schließt ab:

„Ich kann nicht nachvollziehen, wie diese Verzögerung zustande kommt. Es gibt einen einstimmigen Stadtratsbeschluss von 2022, dass an dem Thema gearbeitet wird, wir müssen jetzt endlich über die nächsten Schritte sprechen, gerade auch wegen der schwierigen Lage, in der sich die freien Träger zunehmend befinden. Wir erwarten daher einen Bericht noch in dieser Ratsperiode.“

F.d.R.

Lina Werlich

Stellv. Fraktionsgeschäftsführerin

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