SPD wirft Stadtregierung Untätigkeit bei Karstadt-Zukunft vor

31.5.2024
AugsburgInnenstadt

Nachdem die Schließung der Augsburger Karstadt-Filiale beschlossene Sache zu sein scheint, wirft die SPD-Stadtratsfraktion der schwarz-grünen Stadtregierung Untätigkeit und mangelnde Wirtschaftskompetenz vor.

„Den vollmundigen Ankündigungen der OB, alles für die Rettung des Kaufhauses tun zu wollen, folgten außer ein paar Instagram-Posts keine Taten“, erklärt Fraktionsvorsitzender Dr. Florian Freund die Kritik der größten Oppositionsfraktion. „Dass die OB nun via Pressestelle eine weitere Nebelkerze zündet und verkündet ‚weiter alles daran zu setzen wollen, dass es doch noch zu einer Rettung kommt‘ entbehrt nicht einer gewissen Ironie“, so Freund weiter. Die Aktivitäten der Stadtspitze und ihres Wirtschaftsreferenten seien bislang unterhalb der Schwelle des Wahrnehmbaren gewesen.

Jetzt wäre nach Meinung der SPD der Zeitpunkt gekommen, die in den letzten Wochen angeblich intern erarbeiteten Alternativen offenzulegen und Lösungen anzugehen. „Gemeinsam mit der Eigentümerin und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern könnten jetzt Möglichkeiten für die künftige Nutzung geklärt werden, die wirtschaftlich tragbar sind, dem Personal eine Perspektive aufzeigen und gleichzeitig die Frequenz in der Innenstadt erhöhen,“ so Freund.

„Für die Innenstadt als Einkaufsstandort birgt die Schließung erhebliche Risiken“, so die Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Tatjana Dörfler. „Aber in der Wirtschaft gehen mit Risiken immer auch Chancen einher, die man herausarbeiten und aktiv angehen müsste. Aus unserer Sicht hat die weitere Nutzung als Einzelhandelsstandort Priorität,“ so Dörfler weiter.

„Sollte das nicht oder nur auf einer Teilfläche möglich sein, gibt es in der Stadt genügend Raumnot, bei der zusätzliche Flächen – etwa in den oberen Stockwerken- helfen könnten“, ergänzt der wirtschaftspolitische Sprecher, Dirk Wurm. „Denkbar wären Nutzungen für schulische oder kulturelle Zwecke, etwa für die aus allen Nähten platzenden Gymnasien in der Stadt oder das andiskutierte Römermuseum“, so Wurm weiter.

„Wichtig wäre es, dass die Stadtregierung jetzt die Richtung vorgibt und eigene Ideen mit dem Eigentümer diskutiert. Wir haben den Eigentümer bereits zu einem Austausch eingeladen. Wir wollen Augsburg umstellen vom Verwaltungs-Modus auf den Gestaltungs-Modus“, erklärt Fraktionschef Freund abschließend.

F.d.R.

Michael Egger

Fraktionsgeschäftsführer

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