Karstadt-Aus: SPD-Fraktion erwartet schnelles Handeln

2.5.2024
AugsburgInnenstadt

Die SPD-Fraktion begrüßt die Ankündigungen der OB, sich für den Erhalt des Standorts in Augsburg einzusetzen und erwartet schnelles Handeln. Es müssen jetzt Gespräche mit allen Beteiligten geführt werden. Gleichzeitig kritisiert die Fraktion, dass die Stadtregierung nicht schon früher reagiert hat.

Fraktionsvorsitzender Dr. Florian Freund dazu:

„Noch im Februar schätzte der Wirtschaftsreferent im Stadtrat die Lage so ein, dass Grund zum Optimismus bestehe. Es stellt sich die Frage, wie es zu einer solchen Fehleinschätzung kommen konnte. Nun erwarten wir von der OB ein schnelles und entschlossenes Handeln, um die drohende Schließung noch abzuwenden. Sie muss jetzt alle Beteiligten an einen Tisch bringen, so auch die Arbeitnehmervertretung. Es darf nicht sein, dass die Beschäftigten und die Augsburger Innenstadt zum Spielball im Mietpoker von Karstadt werden, gibt die Gewerkschaft ver.di zu Bedenken. Gespräche müssen jetzt nicht nur angekündigt, sondern auch geführt werden. Mit den Vertretern der Beschäftigten hat die OB jedenfalls noch keinen Kontakt gehabt.

Die Untätigkeit der Stadtregierung lässt erwarten, dass eine Lösung schwierig wird. Aus diesem Grund ist es jetzt die Aufgabe der OB und ihres Wirtschaftsreferenten, einen Plan B auszuarbeiten. Wir müssen vorbereitet sein, falls die Rettung nicht gelingt – denn ein langer Leerstand in der Innenstadt in dieser Größenordnung wäre für die Innenstadt und vor allem auch für die umliegenden Geschäfte fatal.“

Dirk Wurm, Fraktionsvize und wirtschaftspolitischer Sprecher, ergänzt:

„Was haben die OB und der zuständige Referent in den letzten Monaten und Jahren gemacht? Es hilft wenig, erst zu reagieren, wenn der Karren bereits an die Wand gefahren ist. Wo war in den letzten Jahren die Initiative von schwarz-grün zur Belebung der Innenstadt? Wo waren die Aktivitäten zum Stadtmarkt oder zum Einkaufserlebnis Innenstadt? Andere Städte machen es vor, wie der Einzelhandel in der Innenstadt der Konkurrenz aus dem Internet trotzen kann. Es zeigt sich auch bei diesem Thema, dass schwarz-grün die Missstände in unserer Stadt nur verwaltet, statt mutig mit eigenen Ideen voranzugehen.“

F.d.R.

Lina Straßer

Srellv. Fraktionsgeschäftsführerin

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